Das grönländische Parlament hat in einer Abstimmung am Dienstag seine Zustimmung zu einem neuen Sicherheits- und Verteidigungsabkommen mit den Vereinigten Staaten gegeben. Die Vereinbarung wurde bereits im September am Rande der UNO-Generalversammlung in New York unterzeichnet. Beteiligt an der Unterzeichnung waren US-Präsident Donald Trump, die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sowie der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen.
Das Abkommen zielt darauf ab, die militärische Präsenz der USA in der Region zu verstärken. Konkret sieht die Vereinbarung vor, dass neue US-Standorte auf dem grönländischen Territorium errichtet werden dürfen. Diese infrastrukturellen Maßnahmen dienen der strategischen Sicherung der Arktisregion.
Neben der militärischen Kooperation verfolgt das Abkommen geopolitische Ziele zur Begrenzung externer Einflüsse. Es soll insbesondere die Reichweite und den Einfluss von China und Russland in der Region einschränken. Damit setzt Grönland auf eine engere sicherheitspolitische Bindung an Washington.
Trotz der Zustimmung des Parlaments in Nuuk ist der Prozess noch nicht vollständig abgeschlossen. Damit die Vereinbarung offiziell in Kraft treten kann, steht nun noch die Zustimmung Dänemarks aus. Die dänische Nachrichtenagentur Ritzau bestätigte den Ausgang der parlamentarischen Abstimmung am Dienstag.

