Der deutsche Automobilkonzern Volkswagen schlägt eine neue strategische Richtung für seine Aktivitäten in China ein. Bisher verfolgte das Unternehmen aus Wolfsburg konsequent den Ansatz, in China primär für den lokalen chinesischen Markt zu produzieren. Ein Export der dort gefertigten Fahrzeuge in andere Regionen war ursprünglich nicht vorgesehen.
Nun vollzieht Volkswagen eine Kehrtwende und ändert seine bisherige China-Strategie grundlegend. Das Ziel ist es, die Produktionskapazitäten in Fernost nicht mehr nur auf den heimischen Markt zu beschränken. Damit bricht der Konzern mit der Tradition der rein lokal ausgerichteten Fertigung.
Perspektivisch plant Volkswagen, über seine Gemeinschaftsunternehmen in China eine deutlich größere Reichweite zu erzielen. Das Unternehmen strebt an, damit neue Märkte in verschiedenen Weltregionen effizienter zu bedienen. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Märkte in Südostasien sowie im südlichen Afrika.
Zusätzlich sieht die neue Strategie vor, die Präsenz in Südamerika durch Exporte aus den chinesischen Werken zu stärken. Durch diesen strategischen Shift nutzt Volkswagen die Infrastruktur seiner Joint Ventures, um global wettbewerbsfähiger zu werden. Damit diversifiziert der Wolfsburger Autobauer seine Absatzwege über die Grenzen Chinas hinaus.

