
Rheinland-Pfalz steht vor einem tiefgreifenden politischen Umbruch: Nach 35 Jahren verliert die SPD die Regierungsführung in Mainz und muss sich voraussichtlich in einer großen Koalition unter CDU-Führung mit der Rolle des Juniorpartners begnügen. Die bisher letzte Ampel-Regierung Deutschlands ist damit Geschichte. Die Christdemokraten um Spitzenkandidat Gordon Schnieder, der aus der Eifel stammt, können nach Jahrzehnten in der Opposition auf den Einzug in die Staatskanzlei hoffen – als deutlich stärkerer Partner in einem Bündnis mit der SPD.
Für die Sozialdemokraten markiert die Landtagswahl einen historischen Tiefpunkt. Das Gesicht der Niederlage ist Alexander Schweitzer, der erst im Sommer 2024 Malu Dreyer als Ministerpräsident abgelöst hatte und den Wahlkampf konsequent auf seine Person zugeschnitten führte. Schweitzer trat als erfahrener Landesvater und Problemlöser auf, setzte auf den Amtsinhaber-Bonus und sprach offen vom „Kampf meines Lebens“. Früh machte er klar, dass er bei einer Niederlage nicht als Minister in ein Kabinett Schnieder einziehen werde. Nach den Prognosen von ARD und ZDF hat dieser Alles-oder-nichts-Kurs für die SPD nicht den erhofften Erfolg gebracht.
Der Wahlkampf selbst verlief weitgehend konfliktarm. Sowohl Schweitzer als auch Schnieder verzichteten auf harte Attacken und inszenierten sich als bodenständige Kandidaten mit ländlicher Herkunft, die sich privat duzen. Auch die Abschlussveranstaltungen blieben im Ton moderat: Während die CDU in Bad Dürkheim mit Blaskapelle, Udo-Jürgens-Medley und der Unterstützung von Bundeskanzler Friedrich Merz auftrat, setzte die SPD in Schweitzers Heimatstadt Landau auf pfälzische Klänge und Partei-Prominenz aus den eigenen Reihen – von Rudolf Scharping über Kurt Beck bis Malu Dreyer. Beide Seiten gaben Platz eins als Wahlziel aus, im Bewusstsein, dass sie schon bald gemeinsam am Kabinettstisch sitzen könnten.
Mit dem Machtwechsel stellt sich für die SPD nun die Führungsfrage. Da Schweitzer der angekündigten großen Koalition nicht angehören will, braucht die Partei eine neue prägende Figur. Vieles deutet auf Sabine Bätzing-Lichtenthäler hin, die aktuelle SPD-Fraktions- und Landeschefin und frühere Gesundheitsministerin. An der Spitze der Landespolitik würden sich damit zwei Vertreter aus dem Norden des Bundeslands gegenüberstehen: der wahrscheinliche neue CDU-Ministerpräsident Gordon Schnieder und die Westerwälderin Bätzing-Lichtenthäler. Für beide großen Parteien bedeutet die neue Konstellation eine Zäsur – für die CDU den Schritt aus der Oppositionsrolle in die Regierungsverantwortung, für die SPD den Abschied von einer jahrzehntelangen Dominanz in Rheinland-Pfalz.

Der deutsche Glücksspielkonzern Merkur treibt seine Expansion in Nordamerika voran und will mittelfristig jedes Jahr mehrere Tausend Spielautomaten in die USA und nach Kanada liefern. Nach Angaben von Vorstandschef Lars Felderhoff verkauft das Unternehmen in diesem Jahr bereits 800 bis 1000...

In vielen Büros gehört der schnelle Blick aufs Smartphone längst zum Arbeitsalltag. Eine explizite Regelung zur privaten Handynutzung gibt es in den meisten Unternehmen aber nicht, sagt der Berliner Fachanwalt für Arbeitsrecht Peter Meyer. Solange Beschäftigte nur kurz eine Nachricht...

In Schwerin haben Katastrophenschützer am Wochenende ein groß angelegtes Waldbrand-Szenario auf munitionsbelastetem Gelände geprobt. Im Stadtteil Schelfwerder wurde ein Brand südlich des Paulsdamms simuliert – bei ausgeprägter Trockenheit, ungewöhnlich hohen Temperaturen und starkem...

Volkswagen und die Porsche Automobil Holding SE setzen in ihren Kontrollgremien auf Kontinuität. Der Nominierungsausschuss des VW-Aufsichtsrats hat den amtierenden Vorsitzenden Hans Dieter Pötsch für eine weitere Amtszeit vorgeschlagen. Der Wahlvorschlag soll nach der kommenden Sitzung des...

Jedes Jahr am 21. März richtet sich der Blick weltweit auf Menschen mit Down-Syndrom. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat diesen Tag 2011 offiziell zum Welttag des Down-Syndroms erklärt, um das öffentliche Bewusstsein zu stärken und die Beiträge von Menschen mit geistiger...